British Columbia, Kanada: Bäume, Berge und noch mehr Regen

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851 km und 7.148 Höhenmeter (11.454 km und 71.557 m Höhenmeter insgesamt / Karte: Google Maps)

13. -29. Juni 2016 – In Watson Lake pausierten wir für ein Paar Tage, um unsere Batterien wieder aufzuladen, Wäsche zu waschen und E-Mails zu checken. Endlich konnten wir auch wieder den Luxus eines richtigen Supermarktes genießen und Obst und Gemüse kaufen. WLan gab’s bei der Touristinformation umsonst. Außerdem erhielten wir einen Zettel mit detaillierten Streckeninformationen und wussten genau, wo wir auf dem letzten Stück des Alaska Highways etwas zu essen kaufen konnten. Auf dem Campingplatz trafen wir Vanda, die ihren Ruhestand in einem riesigen Campingbus verbrachte und durch Nordamerika reiste. Bei ihre durften wir abends unsere Essenstaschen lagern, da es auf dem Campingplatz keine Schließfächer dafür gab. Um uns herum gab es viel zu viele Bären und wir wollten kein Risiko eingehen.

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Riesige LKWs auf dem Alaska Highway

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Wieder ein Staat in Kanada abgehakt 🙂

Als wir von Watson Lake aufbrachen wussten wir, dass wir die nächsten 200km durch pure Wildnis fuhren und so nahmen wir Essen für drei Tage mit. Das schlechte Wetter ging leider weiter und wir wurden jeden Tag patschnass. Auch das stetige Auf und Ab wollten kein Ende nehmen. Leider versperrte uns das schlechte Wetter die Sicht auf schneebedeckte Bergketten. Mittlerweile hatten wir den nördlichsten Teil der Rocky Mountains bereits überquert und den ganzen Tag sahen wir nichts als öde Tannen wohin auch immer wir blickten. Die erste Nacht verbrachten wir hinter einer heruntergekommenen Tankstelle, wo wir uns spärlich in der dreckigen Mini-Toilette waschen konnten. In der zweiten Nacht schafften wir es zu einem ganz netten Campingplatz und wir waren froh, dass wir duschen konnten, so durchgenässt und durchgefroren wie wie waren. Im Restaurant aßen wir wohl den kleinsten und damit auch teuersten Hamburger mit einer 5-$-Salatbeilage, die für uns dauerhungrige Radler eher wie Dekoration aussahen. Mit knurrenden Mägen gingen wir schlafen und machten am nächsten Morgen unser eigenes Frühstück, um nicht auch noch hungrig weiterradeln zu müssen.

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Viele wilde Tiere am Straßenrand – dieses Mal eine Gruppe riesiger Büffel…
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… und der ein oder andere Bär durfte natürlich auch nicht fehlen.

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Regenradeln….
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…das kein Ende nehmen will.

Jetzt freuten wir uns auf die Liard Hot Springs, da wir wussten, dass wir hier wieder etwas zu essen kaufen konnten und in den 45-Grad heißen Quellen baden wollten. Das Wetter war nach wie vor miserabel, aber die Landschaft wurde deutlich spektakulärer mit einem reißenden Fluß unter uns und dramatischen Wolkenformationen. Klatschnass und völlig durchgefroren erreichten wir die Liard Hot Springs nur um feststellen zu müssen, dass der Laden so rein garnichts zu Essen verkaufte außer Marmelade für 9$ und Chips. Das Restaurant war zu allem Überfluss geschlossen. Wir waren völlig schockiert, da wir uns auf die Touristinformation verlassen hatten und daher fast nichts mehr zu essen übrig war.

Die nächste Möglichkeit aufzustocken war erst nach  100 schweren Kilometern. Die Verkäuferin erzählte uns andauern, wir könnten doch einfach 50km zurückfahren, dort gäbe es einen kleinen Laden. Sie schien irgendwie nicht zu kapieren, dass wir mit den Rädern nicht einfach Mal so hungrig zurückfahren können. Eine weitere Frau hörte unser Gespräch und bot uns an, uns auszuhelfen. Sie fuhr auf den gegenübergelegenen Campingplatz und kam kurz darauf mit zwei Flaschen Bier, Dosentomaten, Bohnen, Kartoffelpüree, Brot und Würstchen wieder. Ein weiterer Mann bot uns ebenfalls Essen an und so bekamen wir noch gefriergetrocknetes Armeeessen und Energieriegel. Wir waren völlig überwältigt von der Großzügigkeit dieser Menschen, die wir gerade erst getroffen hatten. Und es kam noch besser: Es regnete noch immer stark und wir radelten durch den Campingplatz bei den heißen Quellen nur um festzustellen, dass mittlerweile alle Plätze vergeben waren. Ein kanadisches Ehepaar sah uns und bot uns ein Plätzchen auf seinem Stellplatz an. Und so verbrachten wir einen wunderschönen Nachmittag und Abend mit Kanadiern – unser Glaube an das Gute im Menschen wurde definitiv an diesem Tag wieder hergestellt.

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Oh, noch ein Bär!
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Riesige Schilder warnen vor ebenso riesigen Tieren

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Am Muncho Lake gönnten wir uns bei einem Resort eine kleine Hütte und ein exzellentes Abendmenü im Hotel, das von einem Schweizer Ehepaar geführt wird, da wir die Kälte und den Regen satt hatten. Am folgenden Tag trafen wir Keith aus Schottland auf seinem Liegerad, der in 10 Monaten von Alaska nach Südamerika radeln möchte. Wir ließen uns von seinem Enthusiasmus und seiner positiven Natur gerne anstecken, unsere Moral war derzeit nicht die Beste. Wir trafen ihn noch einige Male unterwegs bevor er sich in Richtung der kanadischen Prärie machte und wir wieder in die Rocky Mountains abzweigten.

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Muncho Lake
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… und was noch von einem verlassenen Campingplatz am Muncho Lake übrig ist.
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Mit Sicherheit eine tolle Art und Weise, um die Rockies von oben aus einem Wasserflugzeug zu bestaunen – wenn man das nötige Kleingeld dafür hat.
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Unsere kleine Hütte am Muncho Lake

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Entlang des friedlichen Muncho Lakes an einem der wenigen perfekten Sommertagen
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Noch einmal Pause machen, bevor es einen weiteren Berg zu bezwingen gilt
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Neugierige Bergschafe, obwohl ich finde, dass sie eher wie Ziegen aussehen.
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Noch ein verlassenes Lokal
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Keith holt auf
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Und hier ist er mit seinen 2 Helmkameras als Zusatzöhrchen 🙂

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In Fort Nelson blieben wir wieder ein Paar Tage auf dem Campingplatz, da es wieder Mal aus allen Kübeln schüttete. Dort erhielten wir fast Platzverweis, da wir es wagten, das kostenlose WLan zu nutzen. Da es so stark regnete und es auf dem Campingplatz außer einem Restaurant keine Möglichkeit gab, Schutz vor dem Regen zu suchen geschweige denn zu kochen, saßen wir den ganzen Tag im Restaurant und aßen auch jeder drei Mahlzeiten. Und natürlich lasen wir auch unsere E-Mails oder checkten Nachrichten (für Blog-Updates war das WLan viel zu langsam). Zweimal wurden wir an diesem Tag darauf hingewiesen, das Internet nicht zu nutzen und am nächsten Tag wurden wir nochmals darauf angesprochen. Ich ärgerte mich so, dass ich mich beschwerte, immerhin gaben wir hier genug Geld aus. Als Antwort bekamen wir nur, dass wir gerne auch abreisen könnten, wenn es uns nicht passte!

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Auf demselben Campingplatz bekamen wir an einem Nachmittag Besuch von einem Amerikaner. Johan war nicht besonders gut gelaunt und antwortete entsprechend kurz angebunden auf die vielen Fragen. Er erzählte auch, dass wir so enttäuscht über die Unfreundlichkeit der Menschen hier im Land waren, verglichen mit den Menschen in Asien oder im Nahen Osten. Etwas später erzählte uns der Mann, dass seine Frau ihn geschickt hatte, um die “Teenager” zu fragen, ob sie nicht in ihrem Campingbus schlafen wollten, wenn es später immer noch so stark regnete. Wir mussten dann doch sehr lachen und plötzlich zog der Mann seine Geldbörse aus der Hose, drückte Johan 40 Dollar in die Hand und sagte, das sei für unser Abendessen. Er dankte uns für die Unterhaltung und lief davon. Konsterniert schauten wir uns an, freuten uns dann aber doch über ein Abendessen im Restaurant. Am Abend dann saß die Familie am Tisch neben uns, ohne uns zu beachten. Wir fanden das dann doch eine etwas seltsame Situation – wir hätten eher erwartet, dass wir gemeinsam essen oder dass sie für uns kochen würden, waren aber dennoch sehr dankbar für diese freundliche Geste.

Nach drei Tagen konnten wir endlich weiterziehen, der Stark- und Dauerregen war endlich vorbei. Wir genossen unseren ersten regenfreien Tag seit Wochen. Gegen Ende des Tages – wir fuhren gerade unseren letzten Hügel hoch – hielt neben Johan ein Auto. Zwei Frauen luden uns zu einer Party im nahegelegenen Dorf ein. Da wir sowieso bereits nach einem geeigneten Schlafplatz Ausschau hielten überlegten wir nicht lange und fuhren hinterher. Zehn Minuten später schaufelten wir Hamburger und Salat in unsere hungrige Mägen. Wir waren in einem sogenannten First Nations Dorf (First Nations werden in Kanada die Ureinwohner genannt) und sie feierten gerade mit viel Essen und alkoholfreien Getränken (noch immer haben viele Eingeborenen Alkoholprobleme), Tanz und Musik ihren Vertragsabschluss mit den Weißen, der ihnen vor zig Jahren mehr Rechte gab. Bei einem dieser Eingeborenen durften wir sogar übernachten. Alle waren hier sehr freundlich und sie wollten uns auch gar nicht mehr gehen lassen. Trotzdem zogen wir am nächsten Morgen nach einem ausgedehnten Frühstück und mit einem dicken Lunchpaket von dannen.

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In diesem Container im Hintergrund durften wir bei den Eingeborenen übernachten.
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Traditionelle Musik mit den First Nations.
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Nichts für Zartbesaitete, aber gehört zur Tradition: Das Schlachten und Essen eines Elches
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Alles wird hier gegessen – der Rest des Elches befand sich im Räucherhaus oder auf dem Grill.

Ab hier wurde die Landschaft noch langweiliger, mit unendlichen Hügeln und  Wäldern und der Verkehr nahm auf einmal auch dramatisch zu. Vor allem Holztrucks rasten mit hoher Geschwindigkeit an uns vorbei. Das Radeln machte überhaupt keinen Spaß mehr und zu allem Überfluss bekam ich auch wieder Probleme mit dem Knie.

In Oneowon stellten wir uns schließlich an den Straßenrand und strecken den Daumen raus. Innerhalb von fünf Minuten hielt ein Pickup-Truck und wir ersparten uns zwei langweilige und wahrscheinlich auch gefährliche Radeltage. Tom arbeitet in der Öl-und Gasindustrie und war auf dem Weg in die Stadt, um seine Frau zum Abendessen zu treffen. Dort angekommen, luden sie uns zu einer Pizza ein und seine Frau fuhr mit uns weiter nach Dawson Creek – Meile 0 des Alaska Highways. Wir hatten zwar ein richtig schlechtes Gewissen, dass wir die letzten 140 km nicht selbst geradelt sind, waren aber aufgrund des sehr starken Verkehr doch froh über unsere Entscheidung.

Und es kam noch besser. Tom und Shirley leben in Edson, Alberta und so durften wir nach ein Paar Tagen weitere 500 km mitfahren und vermieden einen eher langweiligen und stark befahrenen Teil Kanadas. Sie brachten uns auf einen Campingplatz und am nächsten Tag konnten wir weiter aus eigener Kraft in Richtung Rocky Mountains und Jasper radeln.

Dawson Creek, Meile 0 des Alaska Highways: 

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Another rainy day
Regen, Regen, Regen…
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… aber zum Glück gab es auf diesem Campingplatz ein kleines Schutzhäuschen.
Finally arrived in Etson after a long ride
Nach langer Fahrt in Edson

 

Yukon, Canada: “We never stop for anyone – we might get shot!”

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1012km and 7,542 m altitude gain (in total 10,604km and 64,409 m altitude gain)

27 May – 12 June, 2016 – After exactly one month on the American continent we had reached the US-Canadian border. Actually we got to the US border post, a tiny building where they didn’t even want to see our passports nor stamp us out of the US. Our visa questions remained unanswered in the expected unfriendly tone of two customs officers. We moved on dissatisfied as we didn’t know for how long we could re-enter the US at a later point. Here they told us, that our time in Canada would be deducted from our allowed six months. They also told us, that we could only enter the US once per year on our visas. This was now the third time we heard something completely different and each time we got the information from customs officials. We continued cycling for another 25km before we reached the Canadian border post. A very friendly customs officers asked us the usual questions – how much money do you have? What are you doing for a living? Are you planning to commit a crime? Are you carrying any weapons? – we got our stamps and entered our 32nd country by bike.

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Yippie, we are in Canada

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…and more precisely: we are in Yukon
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Roadside lunch

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By now we still hadn’t spotted any bears, but as we had entered the most remote area of our journey we knew it would happen soon. We always had to carry food for several days, as we couldn’t get any proper information if there was a shop at the next gas station or not. Often we had to cycle for hundreds of kilometres through the wilderness without passing any settlements. In this Northern part of Canada the pristine landscape was gorgeous. Snow-capped mountains, lots of spring flowers along the road, vast forests, roaring rivers and lots of bears and other wildlife roaming around. In fact once we saw eight bears in just one day. Far too many for my taste, but still an unforgettable experience. They look so peaceful and friendly when grazing right next to the road in the lush green grass. More than once we got upset about tourists leaving their vehicles and getting as close as possible to the big beasts for a photo. These animals are dangerous and we were reminded of that every day when passing them on our bikes – the bears would focus on us until we were out of sight. Some tourists even blamed us for shying them away, and yes, they sometimes would run into the forest when we came around a corner but often stopped at a safe distance and stood on their hind feet to be able to better see us. We just couldn’t believe the stupidity of these people.

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This one had just very casually crossed the road

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This fox visited our campsite looking for food
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They are called mountain sheep even though the look more like goats

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Curious ground squirrels everywhere
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Stopping dead when this black bear crossed

Unfortunately we weren’t really lucky with the weather this time. We had rain most of the days, sometimes only a few showers per day and sometimes rain for hours. On top we struggled very often against a strong headwind, making our experience less enjoyable than we had hoped for. Very unfriendly Canadians along the route added to our misery. Service was poor and the few businesses along the Alaska Highway somehow also didn’t really bother. We understand that doing business is very hard as the season is short and most Americans taking this route to get to Alaska or the other way around travel in their huge RVs (Recreational Vehicles) only stepping out of their vehicles to get fuel. And if I write huge I actually mean gigantic in terms of size. These RVs are the size of a touring coach and behind them they are often pulling a mid-sized car or another huge trailer with often a car and a motorbike inside. One day – we were sitting in the lounge of a campground – such a bus was pulling into the parking lot and Johan told me that it will get busy now, as there was a coach with at least 50 people just arriving :-). But as always only two people stepped out of this monster. What scared us most was the fact that there isn’t even a special license necessary to be able to drive them.

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Even cyclists get featured…

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This is a quite small RV; the small care behind is towed behind the bus

What we didn’t understand was the fact that we were treated so extremely unfriendly. Nobody seemed to like cyclists even though we were the ones eating lots of local food – be it good or bad – and paying a lot of money for camping without any facilities. While en route on a particularly remote stretch we stopped at a commercial campground to ask if we could refill our water bottles. The owner refused to fill up two bottles of water and instead told us we could buy bottled water as his tap water was only for paying guests. We left in disbelieve and angry without buying anything as it is against our principle to buy plastic bottles while there is drinking water readily available. This sign hung on his office door: ‘If you see a bear don’t run into my office’. I think this tells enough. Later that day some German tourists filled up our bottles and we pitched our tent next to a little river where we also washed ourselves, made a warming camp fire and went to bed as tired as always.

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Without these warming camp fires we would not have survived

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In this part of the world traffic is still very little and consists mostly of tourists and some huge supply trucks on their way to Alaska. This made cycling very peaceful despite being on a highway. Unfortunately the road was at many places under construction which meant for us a lot of dust when vehicles passed but much worse: we usually weren’t allowed to cycle through the construction site. Too dangerous! The first time we negotiated hard but unsuccessful and were forced to wait 20min until works would stop. All other times we had to load our bikes onto a truck to be driven through the construction site before we could continue by ourselves. Americans are always afraid about their liability and getting sued in case of something might happen.

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Swallowing some dust
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Through road constructions we usually got a ride in these pilot cars

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One day, we had just left our campground knowing there wouldn’t be anything for the next 200km other than trees, hills and bears we spotted some red houses in the distance. Getting closer we could read a nice looking sign “Creperie” and thought that either must have survived from years ago or be a Fata Morgana. But no. There was a French Bakery in the middle of nowhere selling yummy French pastries, bred and of course crepes. Even though we had just had breakfast we couldn’t resist eating crepes and enjoying this unexpected treat.

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OOPS, a Grizzly! Too bad we were just looking for a wild camping spot.

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On another campground – we had cycled over 120km from the early morning until almost 9pm – they closed the toilets at 9pm and showers didn’t exist, but we still were asked to pay almost 20$. As cycling farther wasn’t an option anymore we stayed, I desperately wanted to wash myself and used the remaining 10min for a sink shower. Later they learned that they closed the toilets so early as they had problems with the truckers, who would wash themselves at the toilet sinks…..

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At a information center where we got hot tea and coffee – for free of course

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By now you might ask yourself why don’t you guys just wild camp instead of getting upset day after day. We had a few reasons for that: First we were more afraid of bears disturbing our good night’s sleep while camping out in the wild and felt safer knowing there were people around. Second we could get water from fellow campers and didn’t have to filter river or lake water while still risking to get sick. And the third and most important reason was that we did not have to put our food and other smelly items such as toiletries in the trees and out of reach of bears. That would have been a mission impossible anyway as all spruce and pine trees did not have proper branches. The state campgrounds always had food lockers or waste baskets that could be opened from the back and where we could safely store away our panniers. Without anything left in the tent other than two smelly cyclists, bear spray on either side of the tent and fireworks, Johan got from one of our Warmshower hosts, we usually slept safe and sound.

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Stopping to get changed – one of these days where rain was on and off

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Most state campgrounds by the way are in the middle of nowhere at beautiful locations, with great views, next to a river or a beautiful lake and without any facilities other than outhouses and fire pits. There is no ward and you place your money for the night – usually between 10$ and 15$ – in a box by the entrance.

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We crossed a few rivers on quite spectacular iron bridges
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Washing dishes in a lake
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First nation art
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A moose we never saw alive in Canada

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A few businesses still stood out, and of course they were busy as crazy. And a few people stood out as well. There was for example our wonderful Warmshowers host Susan in Whitehorse with who we stayed a few days and who took us on a lake canoe trip. One evening at the pub with some of her girlfriends we met Dee, a visual artist working with clay and spontaneously invited her the next day for breakfast to Susan’s house to show us her artwork. For those interested have a look at her website at www.DBaileyArt.com. And there was this retired guy with his campervan who stopped for us to ask if we needed anything. Or some Americans en route spontaneously inviting us to their homes back in the lower 48 in case we would pass by.

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A beautiful lake but strong headwinds unfortunately

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Johan was so hungry that he ordered a second meal after this one
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Due to the late arrival the day before we treated ourselves to a shabby motel
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An interesting church in Haines Junction

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Ready for our mini adventure with Sue
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Final foto with our Warmshowers host Sue

After another longer stretch through nothingness and less spectacular landscapes while crossing the northernmost Rocky Mountains we were looking forward to arriving at Watson Lake, known as the gate to Yukon (if you’re coming from BC) or for its signpost forest.

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We met this funny Japanese cyclist when we left Whitehorse

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Washing dishes again
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Updating my diary at our home for the day

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On one of the oldest bridges in Yukon
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An easier mode of transportation in this huge country

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This vehicle might need some maintenance first

We stopped at the RV Park to ask for a camp spot and got the brusk reply: “No tenters”. As we weren’t aware of any other campgrounds in town we asked if we maybe could take a shower and of course pay for it, but got the same unfriendly reply: “No, these are for guests only.” We couldn’t help but ask why he was so unfriendly and were told that he didn’t like tenters, especially cyclists as they always keep their food out of their tents which attracts animals. Well, what else can you do in bear country if you don’t provide any lockers or room for food?

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Another wild camp next to a rest area

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Another interesting bike setup

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Luckily there was another campground that didn’t really advertise behind a gas station with clean showers and toilets and even good washing machines. Here we met a strange elderly couple parking their RV right next to us without even saying hello upon arrival. They apologized later for being grumpy and rude, as they had driven more than 700 miles that day. The next day we told them that we were quite disappointed about the people’s attitude here in Canada as nobody would talk to each other, people stay amongst themselves and hardly take notice of others. We also told them that we found it very strange that hardly ever someone stops in the middle of nowhere when they see us to ask if everything was OK or if we maybe needed any water, knowing there was just nothing for hundreds and hundreds of miles. They then told us that they also would never stop – not even for cyclists – as they might get shot. A response that can only come from a US-citizen! For us it seemed as if most of the Americans live in fear.

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Still a long way to Calgary

Yukon, Kanada: “We never stop for anyone – we might get shot!”

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1.012 km und 7.542 Höhenmeter (insgesamt 10.604km und 64.409 Höhenmeter)

27. Mai – 12. Juni 2016 – Nach genau einem Monat auf dem amerikanischen Kontinent erreichten wir die kanadische Grenze. Um ganz genau zu sein standen wir am US-Grenzposten, einem kleinen Gebäude und die Zollbeamten wollten noch nicht einmal unsere Pässe sehen. Wir sollten noch nicht einmal ausgestempelt werden. Auch unsere Visumfragen blieben unbeantwortet, im gewohnt unfreundlichen Ton der US-Beamten. Wir fuhren etwas unzufrieden weiter, da wir noch immer nicht wussten, für wie lange wir später wieder in die USA zurück durften. Hier wurde uns erzählt, dass unsere Zeit in Kanada von unseren insgesamt erlaubten sechs Monaten abgezogen würde. Außerdem wurde uns mitgeteilt, dass wir die USA nur einmal pro Jahr für sechs Monate besuchen dürften. Das war jetzt das dritte Mal, dass wir uns eine andere Geschichte anhören mussten – und das immer von offiziellen Immigrations-Behörden. Nach 25km erreichten wir dann die kanadische Grenze. Ein besonders freundlicher Zollbeamte stellte uns die üblichen Fragen: Wie viel Geld haben Sie? Was arbeiten Sie? Haben Sie vor, ein Verbrechen zu begehen? Haben Sie irgendwelche Waffen bei sich? Wir bekamen unsere Stempel und reisten in unser 32. Land per Rad ein.

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Yippie, wir sind in Kanada

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…und um ganz genau zu sein: in Yukon
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Mittagessen am Straßenrand

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Noch immer hatten wir keine Bären gesehen, aber wir wussten, dass dies nicht mehr lange dauern würde, da wir uns nun im entlegensten Gebiet unserer Reise befanden. Wir hatten immer Essen für mehrere Tage dabei, da wir kaum gute Informationen darüber bekamen, ob es Läden an den Tankstellen gab oder nicht. Oft mussten wir Hunderte von Kilometern durch die Wildnis radeln, ohne an irgendwelchen Häusern vorbeizukommen.

In diesem nördlichen Teil Kanadas war die Landschaft traumhaft. Schneebedeckte Gebirgszüge, Frühlingsblumen am Straßenrand, unendliche Wälder, rauschende Flüsse und bald auch viele Bären und anderes Getier. An einem Tag sahen wir einmal acht Bären. Definitiv zu viele für meinen Geschmack, aber im Nachhinein eine unvergessliche Erfahrung. Die Bären sehen so friedlich und freundlich aus, wenn sie am Straßenrand grasen. Mehr als einmal regten wir uns über Touristen auf, die meinten, ihre Fahrzeuge verlassen zu müssen, nur um für ein Foto so nah wie möglich an die Bären ranzukommen. Diese Tiere sind gefährlich und wir wurden täglich daran erinnert, wenn wir an ihnen vorbeiradeln mussten. Die Bären fixierten uns, bis wir außer Sichtweite waren. Manche Touristen beschuldigten uns sogar, dass wir die Bären verscheuchen würden. Und tatsächlich rannten einige zurück in den Wald, wenn wir um die Ecke kamen. Meist hielten sie dann in sicherer Distanz an und stellten sich auf die Hinterfüße, um besser sehen zu können. Über diese Touristen konnten wir nur die Köpfe schütteln.

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Dieser hier überquerte ganz gemütlich die Straße

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Dieser Fuchs besuchte unseren Zeltplatz, um nach Essen zu suchen
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Das sind Bergschafe obwohl wir finden, dass sie eher wie Bergziegen aussehen

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Neugierige Ziesel überall um uns herum
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Ups, schon wieder…

Leider hatten wir dieses Mal nicht wirklich Glück mit dem Wetter. Es regnete fast jeden Tag, manchmal nur ein Paar Schauer, oft aber auch Dauerregen. Zusätzlich kämpften wir täglich mit starkem Gegenwind, was uns unsere Zeit hier in Kanada nicht wirklich versüßte. Und als ob das nicht schon genug wäre kamen auch noch sehr unangenehme Kanadier dazu. Der Service entlang des Highways war unglaublich schlecht und die wenigen Läden, Tankstellenbesitzer und Campingplätze scherten sich auch kaum darum. Uns ist schon klar, dass es hier wirklich schwer ist, Geschäfte zu machen, da die Saison kurz ist und die meisten Amerikaner, die hier zu finden sind, verlassen ihre riesigen Campingbusse nur zum Tanken.  Und wenn ich hier riesig schreibe, dann meine ich eigentlich gigantisch groß, in der Regel mindestens so groß wie ein großer Reisebus für Fernreisen, die dann auch noch mindestens ein Auto, wenn nicht sogar einen Anhänger, in dem dann ein Auto, ein Motorrad und manchmal sogar noch Räder untergebracht waren. Wir saßen einmal in der Lounge eines Campingplatzes als so ein Gefährt vorfuhr. Johan meinte nur zu mir, “jetzt wird es voll, da fährt gerade ein Reisebus vor, da sitzen sicherlich 50 Leute drin!” Aber wir immer kam nur ein Ehepaar aus diesem Monster. Was uns allerdings am meisten schockierte war die Tatsache, dass es zum Fahren dieser Busse noch nicht einmal eines besonderen Führerscheins bedarf.

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Eine Anzeigetafel, auf der sogar Radreisende vorkommen…

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Ein noch recht kleiner Campingbus, das Fahrzeug dahinter wird einfach angehängt

Wir konnten überhaupt nicht verstehen, warum wir hier so unfreundlich behandelt wurden. Niemand schien Fahrradfahrer zu mögen, obwohl wir so gut wie die einzigen waren, die hier etwas aßen – ob gut oder schlecht – und viel Geld für Campingplätze bezahlten, die so gar nichts boten. In einer besonders abgelegenen Gegend hielten wir an einem Campingplatz, um unsere Wasserflaschen aufzufüllen. Leider durften wir nicht, wir sollten Wasserflaschen kaufen, denn das Wasser aus den Wasserhähnen sei nur für Gäste. Wir gingen ohne Wasser und verärgert, da es gegen unsere Prinzipien ist, Plastikflaschen zu kaufen, wenn Trinkwasser reichlich vorhanden ist. Und es geht uns hier nicht um’s Geld. An der Bürotür hing übrigens dieses Schild: “Wenn Sie einen Bären sehen, kommen Sie nicht in mein Büro.” Das sagt schon alles! Später füllten dann deutsche Touristen unsere Wasserflaschen und wir stellten unser Zelt an einem kleine Bach auf, in dem wir uns auch wuschen. Essen gab’s an einem wärmenden Lagerfeuer und müde verkrochen wir uns später in unsere Schlafsäcke.

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Ohne diese wärmenden Lagerfeuer hätten wir Kanada wohl nicht überlebt

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In diesem Teil der Welt gibt es noch kaum Verkehr und wenn, dann handelt es sich um Touristen oder Versorgung-LKWs aus oder nach Alaska. Das machte das Radfahren trotz Highway für uns sehr angenehm. Leider bestand die Strecke aus vielen Baustellen und wir wurden dort dann oft ziemlich eingestaubt. Schlimmer war allerdings, dass wir auf Teilstrecken nicht mehr selbst fahren durften, sondern unsere Räder auf einen LKW laden mussten. Zu gefährlich! Beim ersten Mal versuchten wir noch zu verhandeln, merkten aber schnell, dass wir chancenlos waren. Anstelle mussten wir 20 Minuten warten, bis Feierabend war. Amerikaner – auch in Kanada – haben immer Angst, verklagt zu werden falls etwas passiert.

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Staub
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In so einem ‘Pilot Car’ durften wir meist durch die Baustellen fahren

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Eines Morgens, als wir unser Camp verließen, wohlwissend, dass es die nächsten 200 Kilometer nichts anderes gibt als Bäume, Berge und Bären sahen wir plötzlich ein Paar rote Gebäude in der Ferne. Als wir näher kamen, sahen wir ein Schild mit der Aufschrift “Creperie” und dachten, das muss entweder eine Fata Morgana sein oder ein Relikt aus früheren Zeiten. Aber nein! Es handelte sich tatsächlich um eine französische Bäckerei irgendwo im Nirgendwo, in der französische Leckereien, Brot und natürlich Crepes verkauft wurden. Obwohl wir gerade erst gefrühstückt hatten, konnten wir es uns nicht verkneifen, nochmals zuzuschlagen und gönnten uns ein leckeres zweites Frühstück.

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Ups, ein Grizzly. Schade eigentlich, dass wir gerade auf der Suche nach einem geeigneten Zeltplatz waren

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Auf einem anderen Campingplatz teilte man uns mit, dass die Toiletten um 21 Uhr schließen würden und Duschen gäbe es im Übrigen auch nicht – und das für 20$. Wir waren bereits seit 120km und den frühen Morgenstunden unterwegs, es war mittlerweile 20:45 Uhr und Weiterfahren war keine Option. Wir wuschen uns daher so gut es ging schnell in den Toiletten. Später erfuhren wir dann, dass die Toiletten so früh abgeschlossen werden, da sich die LKW-Fahrer aus Mangel an Duschen darin waschen würden…

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In dieser Touristen-Information bekamen wir sogar Tee und Kaffee umsonst

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Mittlerweile fragt ihr euch sicherlich, warum wir überhaupt noch Campingplätze aufsuchen, anstelle irgendwo in der Wildnis zu zelten. Dafür gab es einige Gründe: Erstens fühlten wir uns auf Campingplätzen vor Bären sicherer als in der freien Wildbahn. Zweitens bekamen wir immer Wasser von anderen Reisenden und mussten das Wasser nicht aus den Flüssen filtern und trotzdem riskieren, krank zu werden. Der dritte und wichtigste Grund war für uns, dass wir unsere Essenstaschen und Toilettenartikel wie Zahnpasta nicht außer Reichweite von Bären in Bäume hängen mussten. Das wäre übrigens sowieso fast unmöglich gewesen, da die kargen Tannen keine geeigneten ausreichend starke Zweige hatten. Auf den Naturcampingplätzen gab es meist spezielle Schließfächer, in denen wir unser Essen bärensicher wegschließen konnten. Wenn nicht, ließen sich die bärensicheren Abfallbehälter immer von hinten öffnen, wo wir dann unsere Sachen verstauten. Ohne irgendwas im Zelt außer zwei müffelnden Radfahrern, Bärenspray auf beiden Seiten und Feuerwerkskörper, die Johan geschenkt bekam, schliefen wir meist relativ gut.

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Hier war mal wieder Umziehen angesagt – ein Tag, an dem es immer wieder regnete

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Die meisten staatlichen Campingplätze oder sogenannten Naturcampingplätze waren immer landschaftlich wunderschön gelegen. Tolle Aussichten, fast immer an einem See oder Fluss, allerdings immer ohne Duschen. Dafür gab es Plumpsklos und Feuerstellen mit Feuerholz. Meist musste das Geld in einen Umschlag und dann in einen Briefkasten gesteckt werden – in der Regel bezahlten wir zwischen 10 und 15$.

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Eine der spektakulären Eisenbrücken
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Beim Geschirr spülen
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Kunst der Ureinwohner Kanadas
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Ein Elch, den wir in Kanada nie gesehen haben

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Einige der Geschäfte am Highway waren dann doch besonders gut – und dann auch total überfüllt. Exzellenz spricht sich eben rum. Und wir haben natürlich auch tolle Menschen getroffen. Zum Beispiel unsere WarmShowers Gastgeberin Sue aus Whitehorse, bei der wir einige Tage bleiben durften und mit der wir eine Kanufahrt machten. Bei einem Treffen mit ihren Freunden lernten wir Dee kennen, eine Künstlerin, die mit Ton arbeitet. Wir luden sie spontan am nächsten Tag zu Sue zum Frühstück ein und sie zeigte uns ihre Kunstwerke. Wer sich für ihre Arbeit interessiert, kann gerne mal hier reinschauen:  http://www.DBaileyArt.com. Und dann gab es da noch den Amerikaner in Ruhestand, der einfach nur so anhielt, um zu fragen, ob wir etwas nötig hätten. Oder einige andere Amerikaner, die uns spontan zu sich nach Hause einluden, wenn wir dann wieder in den USA sind.

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Ein wunderschöner See, aber leider wieder Gegenwindp1260218
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Johan war so hungrig, dass er einen zweiten Hamburger bestellte
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Späte Ankunft am Vorabend verleitete uns dazu, in diesem schäbigen Motel abzusteigen
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Eine interessante Kirche in Haines Junction

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Wir sind klar für ein Mini-Abenteuer
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Letztes Foto mit unserer Gastgeberin Sue

Nach vielen Kilometern durchs Nichts und etwas weniger spektakulären Landschaften und nach der Überquerung der nördlichen Rocky Mountains  freuten wir uns auf Watson Lake, das auch als das Tor ins Yukon (von British Columbia aus gesehen) bekannt ist oder für seinen Schilderwald.

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Ein lustiger japanischer Radler, den wir kurz nach Whitehorse trafen

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Zeit für den Abwasch
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Das Tagebuch wird im heutigen Zuhause aktualisiert

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Eine der ältesten Brücken im Yukon
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In diesem riesigen Land die etwas einfachere Fortbewegungsmethode

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Und bevor wir in dieses Auto umsteigen, sind wohl noch einige Schönheitsreparaturen notwendig

Wir hielten am ‘RV Park’, um nach einem Zeltplatz zu fragen. Wir bekamen die unfreundliche Antwort: “Keine Zelte.” Da uns keine anderen Campingplätze bekannt waren, fragten wir, ob wir denn gegen Bezahlung duschen dürften, aber auch das war nicht möglich. Auf unsere Frage, warum er denn so unfreundlich sei, bekamen wir die Antwort, dass er Zelte nicht ausstehen könne, vor allem aber Radler, da diese ihre Essenstaschen immer außerhalb des Zeltes aufbewahren würden. Ja, natürlich. Was sollen wir denn im Bärenland machen, wenn es keine Schließfächer für Essen gibt?

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Wild campen auf einem Rastplatz

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Interessantes Fahrradgestell

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Zum Glück fanden wir noch einen anderen Campingplatz, versteckt hinter einer Tankstelle mit sauberen Duschen und Toiletten und sogar nagelneuen Waschmaschinen. Hier trafen wir ein älteres Ehepaar, das direkt neben uns parkte, ohne bei Ankunft auch nur einen Ton zu sagen. Später entschuldigten sie sich für ihre schlechte Laune, schließlich hätten sie 700 Meilen hinter sich. Am nächsten Tag erzählten wir ihnen, dass wir so enttäuscht über die Unfreundlichkeit der Menschen seien. Niemand spricht mit dem anderen, alle bleiben unter sich und interessieren sich nur für sich selbst. Wir erzählten auch, dass wir sehr verwundert waren, dass so gut wie nie jemand halten würde, um zu fragen, ob wir etwas bräuchten, Wasser zum Beispiel. Sie sagten uns dann, dass sie auch nie für jemanden halten würden, auch nicht für Radfahrer – man könnte sie ja erschießen. So eine Antwort kann nur von einem US-Amerikaner kommen. Uns kam es so vor, als würden alle Amerikaner in Angst leben.

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Nach Calgary ist es noch weit

Alaska: Bären, wo seid ihr?

1.389km und 8.858 Höhenmeter (insgesamt 9.753km und 58.032 Höhenmeter)
1.389km und 8.858 Höhenmeter (insgesamt 9.753km und 58.032 Höhenmeter)

27. April – 27. Mai 2016 – Den Winter in Thailand zu überbrücken war nicht eine unserer besten Ideen. Erstens war es dort viel zu heiß zum Radeln und zweitens machte ein Temperaturunterschied von über 30 Grad die Eingewöhnung nicht einfacher. Uns war wochenlang nur kalt. Zum Glück wurden wir von den Lowes herzlich empfangen, wo wir länger bleiben konnten als ursprünglich geplant, um uns an die Zeitverschiebung und das Wetter zu gewöhnen. In Anchorage haben wir nochmals unsere Ausrüstung angepasst, sind viel mit den Hunden der Familie spazieren gelaufen, haben uns Anchorage radelnd angeschaut, haben lecker gegessen und bekamen fast jeden Morgen ein anderes Frühstück. Sushi gab’s bei den Nachbarn, und mit den Lowes sind wir nach Steward und zum Exit Glacier gefahren. Auch an einem sogenannten ‘Bärentraining’ haben wir teilgenommen. Man sollte annehmen, dass wir uns nach diesem Training gut gerüstet und sicher fühlten. Weit gefehlt! Wir wussten zwar, wie wir mit unserem Bärenspray umgehen müssen, wir wussten auch, dass wir stehen bleiben müssen, wenn ein Bär angreift, da es sich meist um Bluff-Angriffe handelt und der Bär normalerweise einen Meter vorher abdreht. Wir lernten auch, dass wir kämpfen müssen, wenn ein Bär beginnt, einen aufzuessen oder wenn er mitten in der Nacht unser Zelt angreift. ECHT? Jedenfalls hatten wir beide mehr Angst denn je vor Bären und sahen in den ersten Tagen unterwegs hinter jedem Baum und nach jeder Kurve einen Bären. Dennoch ist für uns die Wahrscheinlichkeit, in Alaska von einem Auto angefahren zu werden immer noch wesentlich größer, als von einem Bären angegriffen zu werden. Nach zehn Tagen fühlten wir uns endlich bereit, wieder in die Pedale zu treten – mental als auch physisch. Auch dieses Mal fiel uns der Abschied von der uns lieb gewonnenen Familie sehr schwer – aber so ist es eben als Langzeitreisender.

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Alaska von oben
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Spaziergang im Park
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Chaos in der Küche
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Bärentraining
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Prom Day ❤
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Familienfoto 🙂
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Ein schlafender Gentleman vor der schlafenden Lady (Name des Berges im Hintergrund). Die Lady wacht erst auf, wenn auf der ganzen Welt Frieden herrscht. Zum Glück ist Johan früher aufgewacht.
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FedEx Anchorage Hub
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Anchorage
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Spaziergang zum Exit Glacier
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In Seward mit Merlin, Johans bestem Freund
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❤ ❤ ❤
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Unsere kleine Prinzessin
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Mit Jim

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Abreise aus Anchorage in Begleitung von Omi und Bernice

Anfang Mai in Alaska ist noch immer Vorsaison und viele Campingplätze und was noch viel wichtiger für uns war, viele Supermärkte sind auf dem wenig besiedelten Weg noch nicht geöffnet. Und so verließen wir Anchorage völlig überladen, da unsere neue Familie Angst hatte, wir würden unterwegs verhungern. Wir fuhren auf dem George Parks Highway nach Fairbanks und von dort auf dem Alaska Highway nach Kanada.

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Noch verkehrsreiche Straßen und Regen auf dem Weg aus Anchorage

Das Wetter zu dieser Jahreszeit ist noch ziemlich instabil mit kühlen Temperaturen, Schnee und viel Regen. Wettervorhersagen sind völlig nutzlos, das Wetter ändert sich ständig.  Zum Glück kamen wir auf dem Weg ab und zu bei lieben Menschen unter, die uns vor Regen und Kälte retteten und uns die ein oder andere warme Mahlzeit zubereiteten sowie uns die oftmals dringend notwendige heiße Dusche zur Verfügung stellen. Kurz nach Anchorage übernachteten wir bei einer älteren Dame, die einsam und verlassen mit ihren 13 Schlittenhunden irgendwo im Nirgendwo lebte. Letztes Jahr wütete hier ein Waldbrand, der den kompletten Wald um ihr Haus herum, ihr Gewächshaus und eine Scheune niederbrannte. Zum Glück blieb ihr wunderschönes Haus mit Blick über Wald und Berge verschont.  Da es so schrecklich regnete, durften wir noch eine Nacht in der kleinen Hütte neben ihrem Haus bleiben, unterhielten sie mit unseren Erfahrungen und hörten uns ihre Lebensgeschichte an. Im Gegenzug putzten wir ihr Haus, Johan freundete sich mit den Hunden an und fütterte sie. Er entfernte sogar den ganzen Hundekot, da diese Hunde im Frühjahr und Sommer die meiste Zeit an der Kette sind.

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Johan füttert die Hunde

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Mein Büro für einen Tag

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Unsere kleine Hütte für 2 Tage

Danach ging es weiter über unzählige Hügel und unendliche Wälder. Wir hatten fantastische Aussichten auf schneebedeckte Berge und zahllose Seen, wenn es der Regen denn erlaubte. Einmal übernachteten wir in einer verlassenen Lodge, hatten aber die ganze Nacht Angst, mit einem Gewehr im Gesicht aufzuwachen, da wir ja immerhin Privateigentum betreten hatten. Im Denali National Park feierte ich meinen Geburtstag und wir bewunderten bei herrlichem Sonnenschein Nordamerikas höchsten Berg. James und Amanda, unsere Gastgeber in Denali, luden uns an diesem Abend zum Essen und in eine Bar mit Live-Musik ein.

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Pause in der Sonne nach hartem Radeln im Regen und gegen den Wind
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Elche – in Alaska haben wir sie fast jeden Tag gesehen, wunderschöne und imposante Tiere
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Auf dem Weg nach Denali
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Mystisches Alaska
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Geburtstagskuchen
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Viel schöner kann’s kaum werden
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Mit James

Noch immer hatten wir nicht einen einzigen Bären gesehen, dafür zahlreiche Elche und ein Karibu, die am Straßenrand grasten und uns neugierig mit ihren riesigen Köpfen beäugten. Komischerweise haben wir beide vor Elchen viel weniger Angst obwohl uns alle immer erzählen, dass sie viel gefährlicher und unberechenbarer als Bären sind.

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Karibu

In Fairbanks hatten wir dann ein Treffen der ganz anderen Art: Santa Claus. Er wohnt in North Pole (Nordpol) und ist der Bruder eines ehemaligen Arbeitskollegen, der sich dazu entschieden hat, seinen legalen Namen in Santa Claus zu ändern. An Weihnachten macht er viele Kinder mit seinen persönlichen Briefen und Geschenken glücklich.

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Strömender Regen den ganzen Tag und dies war die einzige Bar auf dem Weg für ein heißes Getränk.
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Aus dem Film ‘Into the wild’
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Radfahrer aus Frankreich
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Bei der Ankunft in Nordpol…
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… durften wir Santa Claus persönlich treffen.
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Fairbanks
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Zurück in die Vergangenheit in unserem neuen Fahrzeug
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Mit unseren lieben Gastgebern Marilyn und Simon

Dieser Tag sollte noch weitere unerwartete Überraschungen bringen: unsere Familie aus Anchorage kam uns besuchen und wir campten gemeinsam mit ihren beiden Kindern, zwei Hunden, einem Huhn und einem Hasen. Am folgenden Tag wollte Omi noch unbedingt weiter mit uns reisen und so luden wir all unser Gepäck in das Wohnmobil und flogen ausnahmsweise mit dem Wind 165 Kilometer weiter zum nächsten Rastplatz. In der Zwischenzeit hatten die Lowes unterwegs einen weiteren japanischen Radler aufgesammelt und am Ziel angekommen verwöhnten sie uns abermals mit leckerem Abendessen. In dieser Nacht schliefen fünf Erwachsene, zwei Kinder, zwei große Hunde, ein Huhn und ein Hase in einem 6-Personen-Wohnmobil, da heftige Gewitter angesagt waren.

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Ankunft in Birch Lake mit großem Verwöhnprogramm
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Campen mit 2 Hunden, einem Huhn und einem Hasen…
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… und der sehr unterhaltsamen Omi
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Hier treffen wir Hiroki zum ersten Mal

DSCF9926Nach einem ausgiebigen Frühstück am nächsten Morgen mit Pfannkuchen, Obstsalat, Eiern, Würstchen, Tee, Kaffee und Saft verabschiedeten wir uns zum letzten Mal von unserer Familie und radelten gemeinsam mit Hiroki in Richtung Kanada.

One big family
Wir sind eine Familie!

Auf dem wunderschönen Alaska Highway

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Kann jemand bitte mal die Heizung ausschalten?

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Bärbel: 523 km und 1.092 Höhenmeter (insgesamt 8.365km und 49.174 Höhenmeter); Johan: 1.411km in Thailand/Kambodscha (insgesamt 9.766km)

Hinweis: Wir haben das Fotoformat leicht angepasst und Fotomosaiken und Slideshows hinzugefügt. Wenn ihr mit dem Mauszeiger über die Fotos gleitet oder darauf klickt, erscheinen Bildunterschriften auf den Mosaiken, in den Slideshows werden sie automatisch angezeigt, sind manchmal aber etwas schlecht zu lesen.  

28. Februar – 27. April 2016 – Eine weitere schlaflose Nacht im Flugzeug und die albtraumartige Suche nach einem passenden Taxi, das sowohl uns als auch unsere verpackten Räder transportieren konnte, ließ uns völlig kaputt in unserer kleinen Familienpension in Bangkok ankommen. Plötzlich sprach kein Mensch mehr Englisch und unser Taxifahrer hatte trotz Adresse keine Ahnung, wohin er uns fahren sollte. Seine nicht vorhandenen Englischkenntnisse machten die Fahrt nicht unbedingt leichter. Immer wieder schrie er in sein Smartphone “Ep Ep Gephaaa….”. Ich konnte mir das Lachen auf dem Rücksitz kaum verkneifen, versuchte aber, ihm mit Händen und Füßen mitzuteilen, dass ich es ja mal versuchen könnte, das ‘F. F. Guesthouse’ zu finden. Plötzlich hielt er das Telefon Johan vor’s Gesicht, der vor lauter Schreck den Taxifahrer imitierte und ebenfalls “Ep Ep Gephaaa….” schrie. Und er wollte den Taxifahrer noch nicht einmal verarschen, Johan hatte keine Ahnung, wonach unser Fahrer suchte :-).

Kurz vor Abflug in Dubai erhielt ich eine Nachricht aus Deutschland. Meine Mutter hatte sich das Sprunggelenk gebrochen und mein Vater war auch schon seit Längerem krank. Daher entschied ich mich, für ein Paar Wochen unsere gemeinsame Reise zu unterbrechen und nach Hause zu fliegen und verbrachte die kommenden Tage in Bangkok damit, einen passenden Flug zu buchen. Johan bereitete sich auf seine Solo-Radreise nach Phnom Penh in Kambodscha vor.

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Im F.F. Guesthouse
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Aussicht von unserer Pension

Und hier nun Fotos von Johans Reise durch Thailand und Kambodscha:

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Am 29. März waren wir dann wieder glücklich vereint und ein Paar Tage später machten wir uns wieder auf die Räder gen Norden. Wir waren beide froh, wieder zusammen zu sein und ich freute mich auf das Fahrradfahren. Die Freude dauerte aber nicht sehr lange an. März und April sind die heißesten Monate in Thailand und so standen wir immer sehr früh auf, um bei Sonnenaufgang und etwas kühleren Temperaturen auf den Rädern sitzen zu können. Tatsächlich war es so heiß, dass wir das Radeln nach dem Mittagessen meist aufgaben. Eines frühen Nachmittags kletterte das Thermometer auf über 47 Grad Celsius, noch nie sind wir bei dieser Hitze geradelt. Wir verbrachten ein Paar Tage in Kanchanaburi, das für seine “Brücke über den Kwai” bekannt ist. Die Brücke wurde während des 2. Weltkrieges hauptsächlich von Kriegsgefangenen gebaut. Es wird davon ausgegangen, dass dabei 100.000 Menschen regelrecht draufgingen. Gründe: zu viel und zu harte Arbeit, zu wenig Essen, Fehlernährung, Hitze und Krankheiten.

Auf unserem Weg nach Kanchanaburi: 

Kanchanaburi: 

Da wir uns nebenbei auch mit der Vorbereitung unserer Weiterreise in Nordamerika vorbereiteten, fanden wir heraus, dass wir für die USA ein Visum benötigten, da wir einen Iran-Stempel im Pass hatten. Das war zunächst ein großer Schock für uns, denn wir mussten deswegen zurück nach Bangkok, um die notwendigen Formalitäten zu erledigen. Im Nachhinein stellte sich das Visum aber als ein großer Vorteil heraus, da wir jetzt die nächsten zehn Jahre immer wieder in die USA einreisen können und jedesmal sechs anstelle der sonst üblichen drei Monate bleiben dürfen. Wir hatten auch ein bisschen Angst davor, nicht genügend Zeit für die Visumanträge zu haben. Es dauerte bereits einen ganzen Nachmittag, bis wir das Online-Formular ausgefüllt hatten, ein reiner Albtraum. Andauernd stürzte das Programm ab und wir mussten Daten ständig neu eingeben. Im nächsten Schritt mussten wir dann unsere Visa bezahlen, bevor wir überhaupt einen Interview-Termin in der Botschaft bekamen. Auch das war leichter gesagt als getan: die Bankangestellte sprach kein Wort Englisch und hatte auch noch nie zuvor eine Überweisung getätigt. Nur mit Hilfe ihres Ehemannes, der telefonisch dolmetschte, konnten wir die Bank eine Stunde später und um je 130 US-Dollar erleichtert wieder verlassen. Jetzt bangten wir darum, dass das Geld auch ankommt. Alles lief glatt und am nächsten Tag bekamen wir unseren Interview-Termin und konnten endlich wieder ein bisschen weiterradeln.

Wir fuhren in nördliche Richtung, immer entlang des Flusses Kwai in den Sai Yok Nationalpark durch wundschöne, grüne Landschaften, kleine verträumte Dörfer, besuchten einen alten Tempel unterwegs und liefen entlang der alten Eisenbahnschienen zum Hellfire Pass. Die Nachmittage verbrachten wir meist in unseren abgekühlten Hotelzimmern und bald mussten wir uns auch wieder auf den Weg nach Bangkok machen. Mehr als eine Woche verbrachten wir in der schrecklich heißen Stadt, vermieden die Hitze aber so gut es ging. Wir waren froh, als wir endlich unsere Radboxen wieder im Taxi verstaut hatten und uns auf dem Weg zum Flughafen und ein neues Abenteuer befanden.

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Wir konnten es kaum erwarten, im kühlen Anchorage, Alaska, anzukommen und den zweiten Teil unserer großen Reise in Amerika zu beginnen.

United Arab Emirates: The Empty Quarter

237 km and 551m of altitude gain (in total 7,842km and 48,082m of altitude gain)
237 km and 551m of altitude gain (in total 7,842km and 48,082m of altitude gain)

14 – 27 February, 2016 – It was time to end our hippie existence at the beach as our Dubai friends had invited us to a desert trip to the Empty Quarter, an experience we definitely didn’t want to miss. As we had enough time for the slightly more than 200km we hoped to find another beach camp spot in Oman before finally leaving the country. Despite a breathtaking and ear-popping ride on Oman’s most scenic coastal road there was only one suitable beach for us, but having cycled less than 20km we decided to move on not knowing that we wouldn’t find another place for a quiet rest – all of the other beaches were far too small and hence too close to the road. So we ended up crossing the border, which was challenging because we had to deal with the most stupid border officer you can imagine. First he didn’t speak English while only dealing with foreign passports and second he wouldn’t understand how we got to Musandam even though two other officers explained to him several times that we took the ferry. It felt as if we had spent hours at this border post and we were relieved when the guy finally stamped our passports and let us leave. The rest of the day we cycled through one big industrial area on a dusty highway together with hundreds of trucks. No fun at all and we were glad when we finally reached a resthouse, where we pitched our tent next to the empty swimming pool following another nightmarish discussion with the guesthouse staff. We just didn’t want to pay a lot of money for a depressing room and beach camping wasn’t possible due to all the factories.

Musandam Coastal Road:

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Camping next to an empty swimming pool
Camping next to an empty swimming pool

The next day we managed to find a smaller road again next to the sea, a big relief. Right after lunch an Emirati stopped us to take our picture in front of an old museum. He insisted on inviting us for a drink as we objected to having lunch right after lunch. We slowly continued cycling always looking for a good spot to camp. At around 4pm we stopped in a small village at a mosque to refill our water bottles. It was closed though and a nice man next door helped us out. His maid had to refill all our water bottles and after a short chat he invited us for dinner – at a 5-star hotel around 20km further down the beach. He also explained to us where we could camp and so we moved on. I need to add that by now we hadn’t showered in 9 days let alone washed our hair – at the beach in Khasab we used to swim in the sea and wash ourselves with two bottles of fresh water afterwards and in yesterday’s resthouse we were shown to the swimming pool facilities – toilets where we had to use ice-cold water coming from the toilet hose. We felt a little embarrassed entering the fancy hotel that dirty and were wondering if we maybe could get a good deal for a room. Johan asked for the hotel manager and after a longer discussion even the heavily discounted room rate was beyond our budget. But the manager offered us to take a shower at their spa, which was heaven and pure luxury at the same time. With a clean body, clean hair and clean clothes we felt so good again and ready to meet our dinner host. But first we wanted to find a good camp spot. We cycled along the main road of the island and succeeded behind a fence of a construction site. Back at the hotel they didn’t want to let us in again – the hotel turned out to be an All-Inclusive-Place and once in we could have enjoyed food and drinks for free. We explained our situation but were constantly asked who our friend was as we would have had to pay around 80 EUR per person for food and drinks, no matter when we would enter. We couldn’t believe our ears but were finally let in. As agreed we called Omar at 7pm but he didn’t pick up the phone. Same ten minutes later and no response either 20 minutes later. We decided to wait another ten minutes before leaving again when the phone rang and Omar called back. He would be at the hotel in ten minutes he told us.  We waited in front of the hotel lobby and about 45 minutes later Omar arrived in his red Jaguar F-type sports car, parking right in front. In the meantime we had made friends with most of the hotel staff and all were very curious to know who our friend might be. When they saw him, they all grinned and looked understandingly – everybody knew him and he seemed to be a welcome guest. Later he told us that he is working at the presidential palace in Abu Dhabi and he seemed to bring a lot of people to this hotel. At the restaurant the chef grilled special meat for us and came with us for a last photo shoot with the hotel photographer in front of the hotel. Unfortunately we never got the photos as Omar wasn’t able to send emails – when we asked him to email them to us he sent a WhatsApp photo of our photo taken with his smartphone camera :-).

The guy who invited us happened to be a keen motorcyclist
The guy who invited us happened to be a keen motorcyclist
The guy on the left is the one...
The guy on the left is the one…
The only and ominous photo with Omar in front of his car
The only and ominous photo with Omar in front of his car
Camping at a construction site behind a fence
Camping at a construction site behind a fence

The following day we cycled into Sharjah only to find out that camping wasn’t allowed on any of the beaches and we had to look for hotel accommodation once more. Cheeky as we are we went to the Sheraton asking for a good rate for two world cyclists. And we succeeded – we only paid 25% of the normal rate for a double room including buffet breakfast.

A bike race happened to take place on the road we cycled
A bike race happened to take place on the road we cycled
Who else could have been the winner :-)?
Who is the winner? Johan of course!

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Some luxury after weeks of camping
Some luxury after weeks of camping at the Sheraton

After a good night’s sleep and a huge breakfast we cycled the final stretch to get to our friends in Dubai. The route started off nicely with wide palm-tree-lined beaches but would soon turn into an industrial area with narrow 4-lane roads and heavy traffic. I got so scared cycling there that we took a taxi for the last 15km just across the Dubai Creek. From there we once more cycled along the beach road and discovered the Bikers Café – a place where all world travelers eat and drink for free as long as they stay in Dubai. After two coffees, a photo shoot with their photographer and a short interview we said our goodbyes for now.

Our hotel in the background
Our hotel in the background

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This picture is now on the wall of Dubai's Bikers Café
This picture is now on the wall of Dubai’s Bikers Café

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Cycling through a metro station instead of crossing a major highway
Cycling through a metro station instead of crossing a major highway
And finally back in our cosy room 'Chez Nathalie et Stéphane'
And finally back in our cosy room ‘Chez Nathalie et Stéphane’

After a day’s rest and a lot of laundry business we embarked on another exciting trip with Stéphane and Nathalie – a desert trip to the Empty Quarter, close to Liwa. The Empty Quarter is the largest uninterrupted sand desert of the world and made famous by the British explorer Wilfred Thesiger who crossed the desert twice in 1946 and 1947. It covers some 650,000 square kilometers and includes parts of Oman, Saudi-Arabia, UAE and Yemen.

Our car packed till the top we left in the early morning to meet our guide and some other families in four different 4WD cars. To get there we had to drive for about 4 hours on a quite boring road. By lunch time we reached the Empty Quarter and stopped at a beautiful platform overlooking kilometers of sand dunes originally built for the nearby hotel as a remote restaurant but never finished. After lunch we rode further into the desert to find a good campsite, pitched our tents and left for an unforgettable ride through the most beautiful desert scenery we’ve ever seen.

A fully loaded car
A fully loaded car
Getting ready to rock and roll... deflating tires
Getting ready to rock and roll… deflating tires
Yes, there are still unmotorized vehicles in the desert
Yes, there are still live vehicles in the desert
Being the tail of your group means having always a clear view
Being the tail of your group means having always a clear view
Lunch break
Lunch break

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Setting up our dining area
Setting up our dining…
...and sleeping area
…and sleeping area

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Scary moment and yes, we've been there as well. But in contrary to this driver we made it in one go along the dune thanks to our fantastic driver Stéphane
Scary moment and yes, we’ve been there as well. But in contrary to this driver we made it in one go along the dune thanks to our fantastic driver Stéphane

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Drivers' instructions
Drivers’ instructions
Time for some fun in the dunes
Time for some fun in the dunes
Ever changing colors
Ever changing colors…
...and unmatched vistas so close to Saudi-Arabia
…and unmatched vistas so close to Saudi-Arabia
Our camp seen from the top of a dune
Our camp seen from the top of a dune
Stéphane and Nathalie
Stéphane and Nathalie
If you're sitting in the car this feels much steeper than it looks
Another scary moment – if you’re sitting in the car this feels much steeper than it looks
At a salt lake
At the small remainder of a salt lake

We spent two absolutely exciting and fun days and ended the trip with a joint lunch at the desert hotel. Thank you once again Nathalie and Stéphane for giving us the opportunity to join you, it was sooooo cool!

We spent another week in Dubai with Stéphane driving us around to be able to prepare for the continuation of our trip. Johan was busy packing our bikes as I worked and cleaned up all our gear. A few more times we all had lunch at the Bikers Café and on departure day Nathalie and Stéphane drove us to the airport – they needed to make sure we are really leaving 🙂 – and we once more said our goodbyes. We again had a great time at their house and cannot thank them enough for their generosity and hospitality! Hope to see you somewhere soon in this world!

Last days in Dubai
Last days in Dubai
Sundown
Sundown
Last lunch at the Bikers Café with Stéphane on 'Rare disease day' where I got a new high-vis jacket
Last lunch at the Bikers Café with Stéphane on ‘Rare Disease Day’ where I got a new high-vis jacket
Burj Khalifa between the clouds
Burj Khalifa between the clouds

Off to Thailand now!

 

Vereinigte Arabische Emirate: Das leere Viertel

237 km and 551m of altitude gain (in total 7,842km and 48,082m of altitude gain)
237 km und 551 Höhenmeter (insgesamt 7.842km und 48.082 Höhenmeter)

14. – 27. Februar 2016 – Jetzt war es wieder Zeit, unser Hippie-Dasein zu beenden, da uns unsere Freunde aus Dubai zu einem Wüstentripp ins Leere Viertel eingeladen hatten und das wollten wir definitiv nicht verpassen. Da wir ausreichend Zeit für die etwas mehr als 200km lange Strecke hatten, hofften wir, nochmals einen schönen Zeltplatz am Strand im Oman zu finden bevor wir das Land endgültig verlassen mussten. Trotz atemberaubender Berg- und Talfahrt entlang der wohl malerischsten Küstenstraße Omans gab es nur einen geeigneten Strand. Da wir aber erst 20km geradelt waren, hofften wir auf weitere Möglichkeiten. Leider blieben diese aus, da die nun folgenden Strände so klein waren, dass wir mehr oder weniger direkt an der Straße hätten zelten müssen. So überquerten wir schlussendlich doch die Grenze, was sich als komplizierter herausstellte als erwartet, da wir dem dämlichsten Grenzbeamten gegenüberstanden, den man sich vorstellen kann. Zum einen sprach er kein Wort Englisch, obwohl er nur Ausländer abfertigte und zum anderen kapierte er nicht, dass wir mit dem Boot nach Musandam eingereist sind, obwohl ihm das von seinen Kollegen mehrfach erklärt wurde. Nach gefühlten Stunden hatten wir es endlich geschafft und die heißersehnten Stempel in den Pässen. Den restlichen Tag radelten wir dann gemeinsam mit Hunderten LKWs durch ein riesiges Industriegebiet auf einem staubigen Highway. Das hat überhaupt keinen Spaß gemacht und wir waren froh, als wir endlich ein Gasthaus erreichten, in dem wir unser Zelt neben dem leeren Schwimmbad aufstellen durften, was Johan jedoch viel Überredungskunst kostete.  Wir waren aber nicht gewollt, viel Geld für ein schäbiges Zimmer zu zahlen und am Strand zelten ging nicht, da hier eine Fabrik an der anderen stand.

Musandam Küstenstraße:

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Camping next to an empty swimming pool
Unser Zeltplatz neben einem leeren Schwimmbad

Am nächsten Tag fanden wir dann wieder eine kleinere Straße am Meer, da machte das Radeln gleich wieder viel mehr Spaß. Nach unserem Mittagessen hielt uns ein Emirati an, um ein Foto von uns vor einem alten Museum zu machen. Er wollte uns auch gleich zum Essen einladen, was wir dann auf einen Fruchtsaft runterhandelten, da wir gerne auf ein Mittagessen nach dem Mittagessen verzichten wollten. Danach ging es dann langsam am Strand entlang weiter, immer auf der Suche nach einem guten Zeltplatz. Gegen 16 Uhr hielten wir in einem kleinen Dorf bei einer Moschee, um unsere Wasserflaschen aufzufüllen. Da diese geschlossen war, rief uns ein netter Mann zu sich und sein Hausmädchen rannte sich die Hacken ab, um alle unsere Flaschen aufzufüllen. Nach einem kurzen Gespräch lud uns Omar dann zum Abendessen ein – in ein 5-Sterne-Hotel circa 20km weiter. Er erklärte uns auch, wo wir dort zelten könnten und so machten wir uns auf den Weg. Hier muss ich jetzt anfügen, dass wir seit neun Tagen nicht mehr richtig geduscht, geschweige denn unsere Haare gewaschen hatten: am Strand in Khasab schwammen wir täglich im Meer und wuschen uns danach mit einer Flasche Süßwasser und im gestrigen Gasthaus durften wir die Schwimmbadduschen benutzen, die aus Toiletten bestanden, in denen wir das eiskalte Wasser aus den Schläuchen benutzten, die normalerweise zum Abwaschen der Genitalien dienen. Daher war es uns ein wenig peinlich, ein so nobles Hotel zu betreten und überlegten uns, nach den Zimmerpreisen zu fragen. Vielleicht würden wir ja einen guten Preis bekommen. Johan fragte dann nach dem Hotelmanager und nach längerem hin und her war der Preis für uns noch immer zu hoch. Allerdings durften wir im Spa duschen, was für uns ein ganz besonderer Luxus war. Frisch gewaschen und in frischen Klamotten fühlten wir uns wieder pudelwohl und konnten unserem Abendessen freudig entgegensehen. Aber zuerst wollten wir nach einem guten Zeltplatz Ausschau halten. Dieser war schnell gefunden, am Strand hinter einem Bauzaun, wo uns niemand sehen würde. Zurück im Hotel wollten sie uns allerdings nicht mehr reinlassen, da es sich um ein All-Inclusive-Hotel handelte und sobald wir mal drinnen waren, wäre alles Essen und Trinken umsonst. Wir erklärten, warum wir trotzdem reinmussten und der Manager teilte uns dann mit, dass uns das pro Person 80 EUR kosten würde. Wir konnten das kaum glauben, durften dann aber doch in die Lobby. Wie vereinbart riefen wir um 19 Uhr Omar an, aber er ging nicht ans Telefon. Zehn Minuten später wieder keine Antwort und weitere 20 Minuten später dasselbe Spiel. Wir wollten noch weitere zehn Minuten warten, bevor wir wieder losziehen würden, als das Telefon klingelte. Omar wollte in zehn Minuten im Hotel sein und so standen wir dann 45 Minuten vor dem Hotel, als Omar in seinem roten Jaguar Sportwagen anbrauste und direkt vor der Tür parkte. In der Zwischenzeit hatten wir uns mit dem ganzen Hotelpersonal angefreundet und alle waren neugierig, wer denn wohl unser großzügiger Spender sei. Als sie Omar dann sahen, grinsten alle wissend. Alle kannten sie ihn, er war ein hochangesehener Gast im Hotel. Später erzählte er uns, dass er in Abu Dhabi im Präsidentenpalast arbeite und wohl sehr häufig Gäste hierher mitbringen würde. Das erklärte einiges! Im Restaurant grillte der Chefkoch besonderes Fleisch für uns und als wir aufbrachen, schoss der Hotelfotograf noch mehrere Fotos von uns. Leider bekamen wir diese Fotos nie, da Omar keine E-Mails verschicken kann – als wir ihn darum baten, schickte er uns ein WhatsApp-Foto, eine Aufnahme seines Bildschirms mit unserem Foto darauf :-).

The guy who invited us happened to be a keen motorcyclist
Der Emirati, der uns zu einem Fruchtsaft einlud, war begeisterter Motorradfahrer
The guy on the left is the one...
Hier ist er links zu sehen
The only and ominous photo with Omar in front of his car
Leider das einzige ominöse Foto mit Omar und dem Chefkoch vor seinem Auto
Camping at a construction site behind a fence
Zeltplatz auf der Baustelle

Am nächsten Tag radelten wir dann nach Sharjah, nur um festzustellen, dass wir auch hier nicht am Strand zelten konnten, das war überall verboten. Also mussten wir uns wieder ein Hotel suchen. Da uns natürlich nur das Beste gut genug ist, fuhren wir zum Sheraton und fragten nach einem guten Preis für zwei Weltenradler. Und siehe da, auch hier funktionierte es, wir bekamen einen Rabatt von 75% für ein luxuriöses Zimmer und für Frühstück war auch gesorgt.

A bike race happened to take place on the road we cycled
Radrennen auf unserer Route
Who else could have been the winner :-)?
Und der Gewinner ist….Johan!

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Some luxury after weeks of camping
Ein bisschen Luxus im Sheraton nach wochenlangem Zelten

Ausgeschlafen und mit einem riesigen Frühstück im Bauch fuhren wir dann das letzte Stück zu unseren Freunden nach Dubai. Die Route führte zunächst sehr schön an breiten, palmengesäumten Stränden entlang, dann jedoch sehr schnell durch Industriegebiete auf engen vierspurigen Straßen ohne Seitenstreifen mit extrem viel Verkehr. Ich hatte so sehr Angst, dass wir uns für 15km ein Taxi bis zum Dubai Creek nahmen, um die letzten Kilometer von dort auf der Strandstraße weiterzuradeln. Hier entdeckten wir dann Bikers Café, wo alle Langzeit-Reisenden für die Zeit ihres Aufenthalts in Dubai umsonst essen und trinken dürfen. Nach zwei Espressi, einer Fotosession mit einem Fotografen und einem kurzen Interview verabschiedeten wir uns wieder.

Our hotel in the background
Unser Hotel im Hintergrund

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This picture is now on the wall of Dubai's Bikers Café
Dieses Foto hängt jetzt an der Wand im Bikers Café

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Cycling through a metro station instead of crossing a major highway
Wir überqueren eine Autobahn, indem wir durch die Metro-Station fahren
And finally back in our cosy room 'Chez Nathalie et Stéphane'
Und schließlich wieder zurück in unserem gemütlichen Zimmer ‘Chez Natalie et Stéphane’

Nach einem Ruhe- und Wäschetag ging es dann zum nächsten aufregenden Event mit Stéphane und Nathalie über, einer Fahrt durch das Leere Viertel in der Nähe von Liwa. Das Leere Viertel ist die größte zusammenhängende Sandwüste der Welt und vor allem durch den britischen Forscher Wilfred Thesiger bekannt geworden, der die Wüste 1946 und 1947 zweimal durchquerte. Die Wüste erstreckt sich über ein Gebiet von 650.000 Quadratkilometern in den Ländern Jemen, Oman, Saudi-Arabien und VAE.

Wir fuhren frühmorgens los mit einem bis unter das Dach vollgepackten Auto, um unseren Guide und andere Familien in ihren vier Geländewägen zu treffen. Zuerst mussten wir allerdings fast vier Stunden auf einer recht langweiligen Straße fahren bevor wir das Leere Viertel gegen Mittag erreichten. Wir hielten auf einer Art Plattform mit Aussicht auf kilometerlange Sanddünen, die ursprünglich für ein nahegelegenes Hotel als ‘Außenrestaurant’ gebaut aber nie fertiggestellt wurde. Nach dem Essen fuhren wir tiefer in die Wüste, um ein gutes Camp für die Nacht zu finden, stellten unsere Zelte auf und brachen nochmals auf, um mit den Autos durch die wohl schönste Wüstenlandschaft, die wir je gesehen hatten, zu kurven.

A fully loaded car
Vollbeladen
Getting ready to rock and roll... deflating tires
Letzte Vorbereitungen für die Piste….Luft ablassen
Yes, there are still unmotorized vehicles in the desert
Und ja, es gibt noch ummotorisierte Fortbewegungsmittel in der Wüste
Being the tail of your group means having always a clear view
Als letztes Fahrzeug hat man immer den Überblick
Lunch break
Mittagspause

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Setting up our dining area
Ess- und…
...and sleeping area
…Schlafzimmer werden vorbereitet

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Scary moment and yes, we've been there as well. But in contrary to this driver we made it in one go along the dune thanks to our fantastic driver Stéphane
Angstmoment, hier mussten wir auch durch. Aber im Gegensatz zu diesem Fahrer schafften wir die steile Düne beim ersten Anlauf, da wir mit Stéphane den besten Fahrer hatten

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Drivers' instructions
Die Fahrer werden auf die nächste Etappe vorbereitet
Time for some fun in the dunes
Zeit für Spaß in den Dünen
Ever changing colors
Farbspiele…
...and unmatched vistas so close to Saudi-Arabia
…und unglaubliche Aussichten so nahe an Saudi-Arabien
Our camp seen from the top of a dune
Unser Camp
Stéphane and Nathalie
Stéphane und Nathalie
If you're sitting in the car this feels much steeper than it looks
Noch so ein Angstmoment – im Auto fühlt sich die Steigung noch viel steiler an als auf diesem Bild
At a salt lake
Was noch vom Salzsee übrig ist

Wir verbrachten zwei aufregende und tolle Tage in der Wüste und beendeten den Ausflug mit einem gemeinsamen Mittagessen im Hotel. Nochmals vielen Dank an Nathalie und Stéphane, die uns das ermöglicht haben. Sooooo cool!

Nach einer weiteren Woche in Dubai, in der uns Stéphane durch die Gegend fuhr, damit wir letzte Vorbereitung für unsere Weiterreise erledigen konnten. Johan war meist mit dem Packen unserer Räder beschäftigt und ich arbeitete und putzte unsere Siebensachen. Ab und zu gingen wir gemeinsam im Bikers Café Mittagessen und am Abreisetag fuhren uns Nathalie und Stéphane an den Flughafen – sie mussten schließlich sicherstellen, dass wir auch wirklich abreisten :-). Und wir verabschiedeten uns ein weiteres Mal von den beiden. Wiedermal hatten wir eine wunderschöne Zeit in Dubai und können nicht genug danken für all die Großzügigkeit und Gastfreundschaft. Wir hoffen, euch irgendwo bald wiederzusehen!

Last days in Dubai
Unsere letzten Tage in Dubai
Sundown
Sonnenuntergang
Last lunch at the Bikers Café with Stéphane on 'Rare disease day' where I got a new high-vis jacket
Letztes Mittagessen im Bikers Café mit Stéphane, am ‘Rare Disease Day’ (Tag der seltenen Krankheiten), wo ich diese neue Sicherheitsjacke geschenkt bekam
Burj Khalifa between the clouds
Burj Khalifa zwischen den Wolken

Und jetzt hieß es: auf nach Thailand!